Spanien
Mediterranes Klima herrscht nur im Süden und Osten der Iberischen Halbinsel: heiße und trockene Sommer sowie sehr milde und feuchte Winter. An der Costa del Sol sind 320 Sonnentage pro Jahr nichts ungewöhnliches, die Meereswinde machen die hohen Temperaturen aber erträglicher (Jahresdurchschnittstemperatur von Málaga: ca. 29°C). Die Küste hat die mildesten Wintertemperaturen des gesamten europäischen Festlandes.
Sprachen:Es gibt 4 unterschiedliche Sprachen in Spanien. Drei die im Latein wurzeln: Castellano, was wir generell als Spanisch bezeichnen, Galliego, was im Norden in Galizien gesprochen wird und Catalan welches man von Valencia bis Perpingnon (Frankreich) hört. Das Baskisch (Euskera), die Sprache der Basken, hat keinerlei Verbindungen und Ähnlichkeiten zu irgendeiner anderen bekannten Sprache und nimmt damit eine einzigartige Sonderstellung ein.
Spaniens Geschichte ist eine Zusammenfassung der Einflüsse verschiedener Kulturen, die in diesem Gebiet heimisch waren. Die ersten Siedler auf der Iberischen Halbinsel waren die Kelten und Iberer. Aus dieser Zeit stammen die ersten über die Halbinsel verfassten Zeugnisse. Man sagt, dass Hispania (so bezeichneten die Römer die Halbinsel) ein Wort semitischen Ursprungs ist und von Hispalis (Sevilla) abstammt. Von 1100 v. Chr. bis zur Mitte des dritten vorchristlichen Jahrhunderts bestand über die Phönizier und Griechen Handels- und Kulturkontakt zu den mediterranen Hochkulturen. Gegen Ende dieses Zeitraums wurden beide Zivilisationen von den Karthagern bzw. den Römern verdrängt. Die römische Präsenz in Hispania währte sieben Jahrhunderte, in deren Verlauf die wichtigsten Charakteristika der Halbinsel in Abgrenzung zu anderen europäischen Bevölkerungen gebildet wurden. Zur von Rom geerbten Gebietsverwaltung kommen Institutionen wie das Konzept der Familie, Latein als Sprache, die Religion, das Recht...
Zu Beginn des 5. Jahrhunderts ließen sich neue, aus dem Norden stammende Siedler auf der Halbinsel nieder: die Westgoten im Inneren und die Sueben im Westen. Diese germanischen Völker sahen sich selbst als Fortführer des erloschenen Imperiums. Die Integration des Hispanischen und des Germanischen war ein schneller Prozess, abgesehen vom von Basken, Kantabrern und Asturen bewohnten Nordosten der Halbinsel, die der westgotischen Beeinflussung ebenso widerstanden wie der römischen und später der arabischen. Der Zerfall des westgotischen Staatsapparats führte gegen Beginn des 8. Jahrhunderts zum fortschreitenden Eindringen arabischer und bereberischer truppen, die von jenseits der Straße von Gibraltar kamen. Gegen Mitte des 8. Jahrhunderts war die Besetzung komplett und Córdoba wurde zum Zentrum des blühenden maurischen Andalusiens. Die arabische Präsenz in Spanien währte fast sieben Jahrhunderte und hinterließ unauslöschliche Spuren im spanischen Kulturgut. Nach einer langen Periode friedlichen Zusammenlebens begannen die kleinen christlichen Rückzugsgebiete im Norden der Halbinsel die Reconquista, den Feldzug zur Rückeroberung, der 1492 während der Herrschaft der Katholischen Könige mit der Einnahme Granadas beendet wurde.
Traditionell gilt dieses Königspaar als Urheber der spanischen Einheit und des imperialen Unternehmens der spanischen Renaissance. Ebenfalls während der Herrschaft dieser Könige und unter ihrer Schirmherrschaft entdeckte Kolumbus den Neuen Kontinent Amerika, der wenig später zur Grenze des größten Reichs des Abendlands wurde. Im 16. Jahrhundert erreichte die spanische Hegemonie in der Welt ihren Höhepunkt, der bis zur Hälfte des 17. Jahrhunderts andauerte. Unter den Katholischen Königen und vor allem unter Philipp II. bildete sich im 16. Jahrhundert ein Vorgänger des modernen absolutistischen Staats heraus. Philipp V. war, nachdem der letzte Habsburger Karl II. ohne Nachfolger gestorben war, der erste Herrscher der Dynastie der spanischen Bourbonen. Die spanische Aufklärung war eine Epoche äußeren Gleichgewichts und innerer Entwicklungen und Reformen. Die Krise des Ancien Régime öffnete der napoleonischen Invasion Tür und Tor. Der Unabhängigkeitskrieg war ein Krieg gegen die französische Invasion, aber wegen der entscheidenden Teilnahme der Bevölkerung und der Herausbildung eines Nationalbewusstseins auch ein revolutionärer Krieg. Später führte dieses Nationalbewusstsein zur Verfassung von 1812. Das Parlament von Cádiz verkündete so eine der ersten Verfassungen weltweit, in der als Grundsatz festgehalten wurde, dass die Souveränität von der Nation ausgeht. Der Konflikt zwischen Liberalen und Absolutisten oder - was aufs Gleiche hinausläuft - der Konflikt zwischen zwei verschiedenen Staatsformen war während des 19. Jahrhunderts in Spanien eine Konstante. Die flüchtige Herrschaft des Amadeo de Saboya war eine erste republikanische Erfahrung, auf die mit Alfons XII. die Restauration der Monarchie folgte. Spanien erreichte das 20. Jahrhundert mit einer ganzen Reihe von schweren, ungelösten Problemen, die sich nach dem definitiven Verlust der letzten Überreste des Kolonialreichs (Kuba und die Philippinen) zuspitzten. Während des Ersten Weltkriegs verhielt sich Spanien neutral und nach der Diktatur Primo de Riveras trat die Krise der Monarchie erneut zutage und zwang den König Alfons XIII. ins Exil. Aus den Wahlen ging die erste spanische Demokratie-Erfahrung des 20. Jahrhunderts hervor: die Zweite Republik, ein kurzlebiger Versuch, die großen Reformen, die das Land benötigte, durchzuführen. Doch der Militärputsch Francos und anderer reaktionärer Generäle führte 1936 zum Beginn des Bürgerkriegs. Dem militärischen Sieg Francos folgte eine lange Periode der Diktatur. Sie dauerte bis 1975 und ist durch eine brutale politische Kontrolle im Inneren und eine internationale Isolierung gekennzeichnet. Jedoch begann in den 60er Jahren ein wirtschaftlicher Aufschwung. Nach dem Tod Francos nahmen die Spanier den friedlichen Übergang von der Diktatur zur Demokratie in Angriff - ein Prozess, der bereits als 'spanisches Modell' bekannt ist. Juan Carlos I. bekennt sich als König aller Spanier zum sozialen und demokratischen Rechtsstaat, der in der Verfassung von 1978 festgeschrieben wurde.
Eines der großartigsten Museen der Welt, das Prado Nationalmuseum besitzt die umfassendste Sammlung spanischer Malerei des 11. bis 18. Jahrhunderts sowie zahlreiche Meisterwerke großer Künstler von internationaler Bedeutung wie beispielsweise El Greco, Velázquez, Goya, Hieronymus Bosch, Tizian, Van Dyck und Rembrandt.
Im Caixa Forum findet man eines der unterhaltsamsten Museen Spaniens.
Barcelonawird seit seiner Gründung vor 2000 Jahren seiner Berufung zur Mittelmeermetropole gerecht. Seine Lage auf der Iberischen Halbinsel zwischen dem Meer und Bergzügen ist wirklich privilegiert. Es ist die kulturelle und administrative Hauptstadt Kataloniens und traditionell die Pforte nach Spanien und Europa. Sein mildes Klima während des ganzen Jahres lädt dazu ein, jeden Moment, am Tag und in der Nacht, intensiv zu leben. Bei einem Spaziergang durch die belebten Straßen kann man die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Bewohner am besten spüren. Die Altstadt mit dem Gotischen Viertel und den Stadtteilen Rivera und Raval ist berühmt für ihre historischen Bauten. Bei einem Spaziergang durch diesen alten Teil der Stadt kann man am besten die verschiedenen Epochen der Geschichte Barcelonas kennen lernen: zwischen perfekt erhaltenen gotischen Gebäuden findet man Teile der römischen Stadtmauer sowie Reste des jüdischen Viertels; doch sollte man vor allem den für diesen Teil der Stadt so typischen Boheme-Charakter genießen. Es gibt aber keinen anderen Ort in Barcelona, an dem man die Stadt besser erfahren könnte, als die Rambla, diesen lebensfrohen und farbenprächtigen Boulevard, der bei der Kolumbus-Säule am Hafen beginnt und sich bis zur Plaça de Catalunya erstreckt, dem wichtigen Kommunikations- und Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Die Rambla gilt mit ihrer Lebendigkeit und Diversität allgemein als das Herz der Stadt, und man muss sie einmal ganz bewusst entlangschlendern: Straßenmusiker, Opernsänger, Pantomimen, Maler, Menschenstatuen, Blumen- und Vogelstände, der Markt La Boquería, das Ende 1999 wiedereröffnete Opernhaus Gran Teatre del Liceu, eine Vielzahl von Geschäften und gemütlichen Cafés – all dies gehört zu diesem einmaligen, unvergesslichen Spaziergang. Setzt man diesen Spaziergang zur Bergkette hin fort, so gelangt man zum Beispiel, zu einem in Europa einzigartigen Modell des Städtebaus. In dem 1860 von dem Ingenieur Ildefons Cerdà entworfenen Viertel sind einige der schönsten Beispiele der europäischen Jugendstilarchitektur zu finden. Am berühmten Passeig de Gràcia befinden sich die repräsentativsten Bauwerke dieser Stilrichtung. Die Kreativität von Architekten wie Antoni Gaudí, Puig i Cadafalch und Domènech i Montaner lässt sich an den Wohnhäusern der katalanischen Bourgeoisie jener Zeit ablesen. Die Casa Batlló, Casa Amatller und Casa Milà - im Volksmund La Pedrera genannt – sind einige der Gebäude, die farbenprächtig und mit überschäumenden, fast unbeschreiblichen Formen gestaltet wurden. Auf den Modernisme stößt man aber in der ganzen Stadt. Spektakuläre Bauwerke wie das unvollendete Werk Gaudís, die Kirche Sagrada Família, der Palau de la Música Catalana oder der Park Güell stellen neben vielen anderen Gebäuden ein modernistisches Erbe dar, das nur hier betrachtet werden kann. Die Sagrada Familia, die Casa Vicens, die Casa Batlló und die Colònia Güell wurden neben La Pedrera, dem Palau Güell, dem Palau de la Música Catalana und dem Hospital de la Santa Creu i Sant Pau zum Weltkulturerbe erklärt.
La Sagrada Familia BarcelonaDie Sagrada Familia ist eine in Barcelona gelegene Kirche, die vom Architekten Antonio Gaudí entworfen wurde. Sie stellt die wichtigsten Ausdruecke der modernistischen katalanischen Architektur dar. Die Kirche verwiest auf den Idealen der Kunstrichtung, nach der sie errichtet wurde — der Modernisme. Sie besteht aus einer außergewöhnlichen höchst innovativen Genialität und Originalität, die sie trotz ihres unvollendeten Aufbaus auf der ganzen Welt berühmt gemacht hat. Die Sagrada Familia ist immer noch im Bau.
Der Parc Güell,ist ein einzigartiges Werk des katalanischen Architekten Antonio Gaudí, der hier als Landschaftsbauer auftritt. Auf den 15 ha verschmelzen Natur und Stein auf unbeschreibliche Weise mit ebenso überraschenden wie schönen Elementen. Hervorgehoben sei der eindrucksvolle Hispóstila-Saal mit 86 beeindruckenden Säulen, der Drachen an der Haupttreppe, die Schaukel-Bank "Ondulante banco de trencadís" auf dem großen Platz von de J.M. Jujol, die verrückten Pavillons am Eingang, die Steinviadukte, die perfekt mit der Natur verschmelzen und nicht zu vergessen den Leidensweg "El Calvario" auf dem Gipfel.
Nur wenige Städte wie Valencia
schaffen es, die Spuren ihrer Vergangenheit, die bis ins Jahr 138 v. Chr. zurückreichen, so harmonisch mit den modernen und avantgardistischen Bauten des neuen Jahrtausends in Einklang zu bringen.
Valencia bedeutet Shopping, Kultur, Kino, Theater, Museen und Geschäftswelt. Die Stadt ist Zentrum des internationalen Designs und der Avantgarde sowie eine der Städte Europas mit der größten Messe- und Kongresstätigkeit.
Aufgrund seiner geografischen Lage war Valencia früher das spanische Tor zum Mittelmeer und besitzt noch heute den besonderen Charme einer Stadt am Meer. Darüber hinaus verleihen der feine Sand und das klare Wasser, die Weite des Meeres und die Nähe zum Küstengebirge der valencianischen Küste eine besondere Anziehungskraft.
liegt im Süden der Iberischen Halbinsel und ihre Küsten werden vom Mittelmeer und vom Atlantik umspült. Im Norden grenzt sie an die Estremadura und Kastilien-La Mancha, im Osten an Murcia und das Mittelmeer, im Süden an das Mittelmeer und den Atlantik und im Westen an Portugal. Das Relief dieser autonomen Region ist höchst unterschiedlich. In einigen Gebieten ist es sehr bergig, während in anderen die Ebenen vorherrschen. Man unterscheidet drei große Landschaftsräume: Die Bergkette Sierra Morena im Norden; das betische oder Guadalquivir-Becken im Zentrum und die Betische Kordillere im Süden. Die beiden wichtigsten Gebirgsgegenden sind die Cordillera Penibética und die Cordillera Subbética mit dem 2383 Meter hohen La Sagra-Massiv als höchstem Gipfel. Bemerkenswert unter den Gebirgsmassiven ist vor allem die Sierra Nevada, in der sich auch der Mulhacén befindet, der mit 3481 Metern der höchste Berg Iberischen Halbinsel ist. Der zweithöchste Berg ist der Veleta mit 3392 Metern.
Die andalusischen Flüsse, die ins Mittelmeer münden, sind recht kurz und nicht sehr wasserreich. Nennenswert wären hier der Almanzora, der Almería, der Adra, der Guadalfeo, der Guadalhore und der Guadiaro. Die Flüsse, die in den Atlantik münden, sind größer und wasserreicher. Der wichtigste ist der Guadalquivir sowie seine Zuflüsse Guadalimar, Guadiana Menor und Genil. Auch der Guadiana, der Odiel und der Tinto münden in den Atlantik.
Bei einer so langen Küste wie der andalusischen wechseln sich Buchten mit steileren und felsigeren Abschnitten ab, welche von der Nähe der Betischen Kordilleren herrühren. Die wichtigsten Küstenabschnitte sind: Punta del Farallón, Punta Polacra, Kap Gata, Golf von Almería, Punta de las Entinas, Bucht von Adra, Kap Sacratif, Bucht von Málaga sowie Punta de Calaburras. Die Punta de Europa ist die Südspitze des Felsens von Gibraltar. Hier beginnt der spanische Küstenstreifen der gleichnamigen Straße, welcher bis zum Kap Trafalgar reicht. Die wichtigsten Abschnitte an der Meerenge sind die Bucht von Algeciras und die Punta Marroquí, auch Punta de Tarifa genannt.
Alhambra GranadaDie Alhambra ist eine bedeutende Stadtburg auf einem Hügel von Granada in Spanien, die als eines der schönsten Beispiele des Maurischen Stils der Islamischen Kunst gilt. Die Alhambra ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und seit 1984 Weltkulturerbe. Die Grundfläche der Burganlage ist etwa 13 Hektar groß.
Die Herkunft des Wortes Alhambra ist strittig. So ist unklar, ob der Name vom Namen eines der Baumeister oder vom arabischen qasr al-hamra' „Die Rote (Festung)“, zurückzuführen auf die rötliche Färbung der Außenmauern, herrührt.
Der Alhambra genannte Baukomplex ist eine für das Mittelalter typische Kombination aus einer befestigten Oberstadt mit einer auch gegen diese selbst noch extra gesicherten Zitadelle für den Machthaber. Die Oberstadt beherbergte neben dem Adel und dem Militär auch die höher stehende Bürgerschaft, Kaufleute sowie wichtige Handwerker. Auch die Waffenherstellung befand sich hier. Als Alcazaba wird in der Literatur eine Stadtburg (Akropolis) bezeichnet; eine großflächige Befestigungsanlage mit stadtähnlichem Charakter, auf deren Gelände es noch eine Stadtburg oder Zitadelle gibt. In Granada wird die Zitadelle allein als Alcazaba bezeichnet, während die Gesamtanlage Alhambra heißt.
Erste Besiedelungshinweise für den Berg, auf dem die Burg steht, gibt es bereits aus vorrömischer Zeit. Nach der Eroberung der iberischen Halbinsel erbauten die Mauren eine Burganlage. Urkundliche Erwähnung fand sie während der Bürgerkriege des 9. bis 12. Jahrhunderts als „Ma’quil Ilvira“ (Elvira-Festung), als Sawwar Ibn Hamdun wegen Bürgerunruhen im Kalifat von Córdoba in die Festung zog. Sie bewies ihren Wert als Festung auch in mehreren Kriegen gegen das Kalifat von Córdoba.
Nach dem Zusammenbruch des Kalifats von Córdoba 1031 übernahm der Berberführer Zawi ibn Ziri die Herrschaft über die Stadt und machte diese mit samt ihrer Umgebung unabhängig. Später übernahmen die ebenfalls berberischen Dynastien der Almoraviden und Almohaden die Herrschaft. Über das Aussehen der Burg in dieser Zeit gibt es keine Hinweise.










ist die Hauptstadt der Autonomen Region Andalusien und der Provinz Sevilla von Spanien. Mit über 700.000 Einwohnern ist Sevilla viertgrößte Stadt Spaniens. Nach einer späten Legende wurde die Stadt von dem griechischen Helden Herakles gegründet. Die Einwohner werden als Sevillanos bezeichnet.
Die Stadt ist ein Industrie- und Handelsplatz ersten Ranges und wichtiges Touristenzentrum. Sevilla liegt zu beiden Seiten des bis hierhin schiffbaren Guadalquivir, in einer weiten, fruchtbaren und wohlangebauten Ebene. Mit ihren zahlreichen Türmen bietet Sevilla von allen Seiten einen imposanten Anblick. Die eigentliche Stadt nimmt das östliche Ufer des Guadalquivir ein und ist von den Vorstädten Los Humeros, Cesteria, Baratillo, Carreteria, Resolana mit dem großen Hospital La Caridad, San Bernardo, San Roque y la Calzada und Macarena mit dem Hospital de la Sangre umgeben. Von der alten, mit 66 Türmen versehenen Ringmauer, die die innere Stadt umgab, sind nur noch Reste vorhanden.
Hauptanziehungspunkt Euskadis ist vielleicht seine ungemein reizvolle und kontrastreiche Geographie, mit baumbestandenen Bergen, die in felsigen Steilküsten und Ebenen enden, und tagsüber ihre Farbe wechseln. Die 252 Kilometer lange Küstenlandschaft bietet atemberaubende Ausblicke auf Fischerdörfer, in denen die Zeit scheinbar stehen geblieben ist, auf saubere und endlose Strände. Andererseits finden wir im Innengebiet grüne Täler, zauberhafte Berge und weite ockerfarbige Ebene mit Turmhäuser und Palästen. Wunderschöne Orte zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto zu überqueren.
BilbaoWir beginnen unseren Spaziergang auf der belebten PLAZA CIRCULAR. Wenn wir die Calle Buenos Aires hinabgehen, stehen wir zum ersten Mal vor dem Rückgrat der Stadt, der Ria. Wir überqueren die Brücke und betrachten auf der anderen Seite ein Gebäude mit Persönlichkeit, den Sitz der STADTVERWALTUNG.
Wenn wir nun nach rechts abbiegen, gelangen wir zum ARENAL, einer Gartenanlage, die von den Bewohnern Bilbaos häufig besucht und als Rahmen für treffen und Aktivitäten benützt wird. Nun dringen wir in die Altstadt ein, schreiten an der Fassade der Kirche San Nicolás de Bari vorbei und durch die Calle Correo bis zur klassizistischen PLAZA NUEVA dort finden wir 64 Arkaden, Bars mit belebten Terrassen und jeweils sonntags einen Flohmarkt.
Wir überqueren den Platz, um in der Calle de la Cruz das ARCHÄOLOGISCHE, VÖLKERKUNDLICHE UND HISTORISCHE MUSEUM DES BASKENLANDES kennen zu lernen, in welchem Gegenstände und Werkzeuge ausgestellt sind, die von den Basken seit der prähistorischen Zeit benützt wurden. Ganz in der Nähe, bereits in den Siete Calles der Altstadt, befindet sich die KATHEDRALE VON SANTIAGO, eines der besten Beispiele der Gotik in Biskaya. Machen Sie vor dem Engelsportal halt, bevor wir uns zwischen den lärmigen Bars der Siete Calles verlieren, bis wir erneut an der Ria stehen, diesmal neben der KIRCHE SAN ANTÓN, die im Stadtwappen erscheint, und dem monumentalen MARKT VON RIBERA.
Nun gehen wir solange weiter, bis wir die Calle Bidebarrieta finden. Diese mündet vor dem majestätischen THEATER ARRIAGA an der Ria. Über die immer belebte Brücke Puente del Arenal gelangen wir wieder zur Plaza de España. Bevor wir nun der Gran Vía folgen, ruhen wir uns in den JARDINES DE ALBIA unter dem Blick des Chronisten Antonio de trueba aus oder stärken uns gleich dort im altertümlichen Café Iruña.
Die GRAN VÍA ist Don Diego López de Haro gewidmet, aber ihr name wurde von den Einheimischen abgekürzt. Sie ist die große Geschäfts- und Finanzstraße der Stadt. Es lohnt sich, vor dem eklektischen Palast der PROVINZVERWALTUNG VON BISKAYA und auf der weiten Plaza Moyua oder Plaza Elíptica Halt zu machen. Von der Gran Vía aus erreichen wir den PARK DOÑA CASILDA, in dessen Pavillon oft Freiluftfestivals stattfinden. Der Park ist die wahre grüne Lunge Bilbaos und dient als Vorplatz für das KUNSTMUSEUM mit einer sehr vollständigen Bildersammlung. Am Ende der Alameda de Rekalde begrüßt uns Puppy, das sympathische, blumenübersäte Maskottchen des GUGGENHEIM- MUSEUMS BILBAO, wo wir unseren Spaziergang mit einem Museumsbesuch abschließen oder nur ganz einfach die Umgebung genießen können. Der spektakuläre Bau von Gehry erhebt sich an der Ria gegenüber der Universität Deusto.
Guggenheim-Museum
Ein Symbol Bilbaos
Das Gebäude wurde von dem Amerikaner Frank O.Gehry in einem avantgardistischen Architekturstil entworfen und stellt ein prächtiges Szenarium für die Ausstellung von Meisterwerken der modernen und zeitgenössischen Kunst dar. Schwerpunkt ist die zeitgenössische Kunst des 20. Jahrhunderts, die auch Teil der Dauerausstellung ist. Objekte sind weniger Malereien und Skulpturen als Installationen, Videokunst und ähnliches.
Sie fahren gerne Ski? Dann sollten Sie bereits jetzt an Spanien als Ziel für die nächste Saison denken. Das Land eignet sich bestens zur Ausübung dieses Wintersports. Es gibt viele Gründe für einen Besuch der über die gesamte spanische Geographie verteilten Skigebiete. Beste Schneequalität und viele Sonnenstunden auch im Winter sorgen gemeinsam mit erstklassigen Einrichtungen und einem breiten Angebot an Zusatzaktivitäten dafür, dass sich immer mehr Menschen dazu entschließen, diesem Wintersport in Spanien nachzugehen. Wäre das nichts für Sie? Spanien ist das zweitgebirgigste Land Europas und kann auf eine jahrhundertealte Tradition im Skisport zurückblicken. Hier finden Sie jeden für erfolgreiche Skierlebnisse nötigen Komfort. 35 Skigebiete im ganzen Land stehen zu Ihrer Verfügung. Bleibt nur noch die Qual der Wahl! Die Skigebiete Spaniens haben insgesamt mehr als neunhundert Pistenkilometer für Alpinski zu bieten.
Portugal
(amtl. República Portuguesa) ist ein europäischer Staat im Westen der iberischen Halbinsel. Im Westen und Süden wird es vom Atlantischen Ozean, im Osten und Norden von Spanien begrenzt. Zum portugiesischen Staatsgebiet gehören die Inseln der Azoren und Madeira (mit Porto Santo). Westlich der Hauptstadt Lissabon liegt Cabo da Roca, der westlichste Punkt des europäischen Festlandes.
Der Name Portugal entstammt dem Namen der Siedlung Cale im Delta des Flusses Rio Douro. Cale könnte ein griechisches Wort sein (Kalles = schön) und sich auf die Schönheit der Natur im Norden des heutigen Portugal beziehen, das die Griechen in der Antike kolonisierten. Andere Historiker meinen, dass Cale phönizischen Ursprungs ist, da die Phönizier Portugal schon vor den Griechen besiedelten. Als das heutige Portugal zum Römischen Imperium gehörte, wurde Cale ein wichtiger Hafen, auf Lateinisch Portus Cale. Im Mittelalter wurde Portus Cale zu Portucale, später Portugale, wobei dieses Wort im 7. und 8. Jahrhundert nur die nördlichen Teile des Landes bezeichnete, also die Region zwischen den Flüssen Rio Douro und Rio Minho. Andererseits verkürzte sich der name Portus Cale zu Porto, der zweitwichtigsten Stadt, die deshalb voller Stolz als namensgeber des Landes bezeichnet wird.
GeschichteBei einer so langen Küste verwundert es nicht, dass die Portugiesen viele Schiffe haben kommen und gehen sehen. So reicht die Weltoffenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber allem Fremden weit in die Vergangenheit zurück. In den Adern fließt das Blut sehr unterschiedlicher Völker, so etwa das der Phönizier, der Griechen, der Karthager, der Römer, aber auch das von nordischen und maurischen Völkern. Ungeachtet dieser vielen Mischungen ist das Land eines der ältesten Europas. Im 12. Jahrhundert erlangte es dank des Grafen Afonso Henriques, der aus eigenem Willen erster König wurde, seine Unabhängigkeit von den anderen Königreichen der Iberischen Halbinsel. Mit der Eroberung der Algarve ein Jahrhundert später war die Festlegung der portugiesischen Landesgrenzen endgültig abgeschlossen.
Ende des 13. Jahrhunderts gründete König D. Dinis die erste Universität Portugals, eine der ältesten in ganz Europa, und siedelte diese in der schönen Stadt Coimbra an. Im 14., 15. und 16. Jahrhundert waren die Potugiesen die ersten Europäer, die mit Schiffen Afrika, den fernen Osten und den südamerikanischen Kontinent erkundeten. Madeira und die Azoren, zwei Inselgruppen im Atlantik, gehören zu Portugal.
Nach einer Thronfolgekrise, geriet Potugal unter die Herrschaft der spanischen Krone und hatten erst ab 1640 wieder einen portugiesischen König. Im 18. Jahrhundert ließ der absolutistische Monarch und Kunstliebhaber D. João V. das riesige Palast-Kloster von Mafra sowie den großen Aquädukt errichten, der die Stadt Lissabon mit Wasser versorgte. Im 19. Jahrhundert schwächten Kämpfe zwischen verschiedenen politischen Gruppierungen die Monarchie, die im Jahr 1910, als die Republik ausgerufen wurde, schließlich abdankte.
Seit 1986 Mitglied der EU.
Angesichts solch einer Geschichte ist es nicht verwunderlich, dass sich die Künste von allem unterscheiden, was Sie bisher schon kannten. Beachten Sie besonders jene Hervorbringungen, die von einem ganz eigenen Ausdruckswillen zeugen: den "manuelinischen" Stil, der einer Lobpreisung der Entdecker-Epoche gleichkommt, die kunstvoll gestalteten "Azulejos" und schließlich den Fado, den großen Gesang der Nostalgie.
Juwel ohnegleichen in der Geschichte des Okzidents. Die Templerburg und der Konvent der Christusritter berichten von den heldenhaftesten Kapiteln der Portugiesischen Geschichte: die Strapazen bei der Rückgewinnung der Iberischen Halbinsel von den Mauren und die Expansion des Portugiesischen Territoriums über das Meer.
Daher erklärte die UNESCO 1983 diesen sehenswerten Komplex zum Welterbe, zumal er verschiene Zyklen der Kunst und der Geschichte des Westens verkörpert.
Alles begann als Dom Afonso Henriques, der erste Portuguiesische König, die Ländereien um Tomar dem Templerorden schenkte, als Belohnung für dessen Unterstützung bei der Eroberung des Gebietes von den Mauren. Laut Überlieferung wusste Gualdim Pais, Meister des Ordens in Portugal, als er an diesen Ort kam, dass dieser sich auf einer Parallelen befand, die die gleiche Entfernung zur Nord- als auch Südgrenze des zukünftigen Portugiesischen Königreichs aufwies. Hier bestand auch der korrekte Winkel, der die Erde mit dem Himmelszeichen der Templer verband: das Zeichen der Zwillinge.
Man zählte das Jahr 1160 als der Meister den Bau der Burg und die Besiedelung der Region anordnete. So entstand die Stadt Tomar. Die Burg ist mit der Rotunda dos Templários verbunden, einer achteckigen Kirche, ein Juwel sakraler Architektur, die in Einklang mit dem Modell errichtet wurde, das Konstantin über dem Heiligen Grab in Jerusalem errichten ließ.
Mit dem Verbot des Templerordens im Jahre 1314 durch Philipp den Schönen von Frankreich fanden die Templer in Portugal einen Ort, von wo aus sie ihre Mission fortführen konnten, auf Wunsch des Königs Dom Dinis, der mit Zustimmung des Vatikans im Jahre 1319 die Miliz der Christusritter gründete, der er die Güter und Privilegien der verbotenen Ordens übergab.
Die abgerundeten Seiten des Templerkreuzes wurden durch gerade Linien ersetzt. Mit diesem Zeichen wurden die Segel der Karavellen geschmückt, mit denen die Christusritter und der Infant Dom Henrique für die Portugiesische Nation das Unternehmen der maritimen Entdeckungsfahrten des 15. und 16. Jahrhunderts durchführten, um in alle Welt das Christuskreuz zu tragen.
Lissabon,die lichtdurchflutete Hauptstadt Portugals, erstreckt sich an den Ufern des Tejo, der hier in den Ozean eintaucht.
Eine der wenigen europäischen Haupstädte mit Fluss und Meer, empfängt die Besucher mit offenen Armen, an der Praça do Comércio, sozusagen ihrem "Salon". Lissabon war schon immer eine gastliche Stadt, die viele kommen und gehen sah, vor allem zur Zeit der Entdeckungen.
Deshalb findet man gerade in Lissabon und der Region bedeutende manuelinische Bauwerke wie den Turm von Belém und das Hieronymuskloster, die im strahlenden Licht der Stadt ihre ganze Pracht entfalten. Das moderne Freizeitgelände im Park der Nationen ist Beweis für die noch heute sehr enge Bindung an den Fluss. Einer der Pavillons, in denen die letzte Weltausstellung des 20. Jahrhunderts zum Thema Ozeane stattfand, trägt die Handschrift von Álvaro Siza. Als reizvolles Kontrastprogramm dazu sollten Sie die malerischen mittelalterlichen Viertel Alfama und Mouraria besuchen, die von der Burg überragt werden und sich bis zur Unterstadt, der Baixa Pombalina, hinunterziehen, auf deren anderer Seite das Bairro Alto liegt.
Lissabon ist auch Mittelpunkt einer sehr abwechslungsreichen Region: vor seinen Toren liegen der Badeort Estoril und das romantische Sintragebirge, dessen Landschaft mit den darin eingebetteten Palästen ihm das Prädikat Weltkulturerbe eingebracht hat.
Beim Anblick der schlichten Fassade der Dorfkirche in Almancil würde niemand vermuten, welche Pracht sie in ihrem Innern verbirgt. Der Kirchenraum ist über und über mit Fliesen verkleidet und mit vergoldeten Holzschnitzereien geschmückt. Verweilen Sie ein paar Minuten, um die Schönheit des heiligen Ortes in aller Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Fahren Sie anschließend weiter in die Algarve-Hauptstadt Faro. Nutzen Sie den Spaziergang durch die historische Altstadt zu einem Besuch der Kathedrale. Die Bäume im Park Manuel Bívar spenden kühlenden Schatten und bieten Schutz vor der größten Mittagshitze.
Vor Faro beginnt die Ria Formosa, eine Hafflandschaft mit Seen, Dünen und Sumpfgebieten zwischen Land und Meer, die sich auf einer Länge von ca. 60 km entlang der Algarveküste erstreckt. Zu zweit erkunden Sie den Naturpark mit dem Auto oder Boot, nachdem Sie zuvor ein Restaurant mit Meerblick ausgesucht haben, in dem Sie sich mit einer Portion frischer Meeresfrüchte für Ihren Ausflug stärken können.
Nach einem perfekten Mittagessen an der Küste geht es weiter nach Tavira. Schlendern Sie gemächlich durch die Straßen des Ortes und bewundern Sie die Häuser mit ihren typischen pyramidenartigen Dächern und den hübschen geometrischen Fensterläden. Gehen Sie bergauf zur Burg, von der Sie den schönsten Blick auf das traditionsreiche Städtchen und die vielen Kirchen genießen, die inmitten des weißen Häusermeeres kaum auffallen. Wir empfehlen Ihnen den Besuch der Kirche Santa Maria mit ihrer Kirchturmuhr. Sie wurde auf den Ruinen einer Moschee errichtet. Bevor Sie sich von Tavira verabschieden, überqueren Sie die römische Brücke, die über den Gilão führt.
Beenden Sie Ihre Tour mit einem Abstecher in das hübsche, ursprüngliche Dörfchen Cacela Velha und genießen Sie Hand in Hand den atemberaubenden Blick, wenn die untergehende Sonne die Ria Formosa in ein warmes Licht taucht.
Fahren Sie mit dem Boot durch das größte Lagunengebiet Portugals: ein Labyrinth aus Inseln, Kanälen und Sümpfen, in dem die Natur so richtig auflebt.
Andorra
Die ersten Spuren einer menschlichen Niederlassung in Andorra reichen bis zum Ende der ersten Eiszeit zurück, aber der Legende nach wurde Andorra von Karl dem Großen im Jahre 805 gegründet als Dank für die Hilfe, die ihm die Einwohner im Kampf gegen die Sarazenen gewährt hatten.
Wie dem auch sei, in der Einweihungsakte von Urgell werden die Kommunen von Andorra im Jahr 839 zum ersten Mal als Lehnsgut des Grafen von Urgell genannt. Ab dem 11. Jahrhundert gelangt Andorra allmählich in den Machtbereich der Bischöfe von Urgell, bis es im Jahre 1133 zu einer kirchlichen Herrschaft umgestaltet wird. Im 13. Jahrhundert werden die Kirche von Urgell und die Grafen von Foix in einen bewaffneten Streit um die Herrschaft in Andorra verwickelt. Dieser Konflikt endet 1278, als beide Parteien die „Pareatge” unterzeichnen (ergänzt durch eine zweite Urkunde aus dem Jahr 1288), welche die Herrschaft über Andorra zwischen dem Grafen von Foix und dem Bischof von Urgell aufteilt: das Fürstentum Andorra ist geboren, und das institutionelle Gleichgewicht ist gesichert. Bis 1993 lag die gemeinsame, ungeteilte Herrschaft über Andorra in den Händen des Bischofs von Urgell und des Präsidenten der Französischen Republik, die Co-Prinzen genannt wurden. Am 14. März 1993 verabschiedete das Fürstentum jedoch die erste Verfassung seiner Geschichte und erlangte so den Status eines unabhängigen Staates unter einer demokratischen und sozialen Gesetzgebung. Die Befugnisse der Institutionen wurden erneut festgelegt, und Andorra hat sich von der Vormundschaft der Co-Prinzen gelöst.
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